In Istanbul im "Traveller's Hostel" war schnell ein Gefährte gefunden, der ähnliche Pläne hatte: durch die Zentraltürkei über Kappadokien in Richtung Armenien / Aserbaidschan... Mal sehen, wie weit die Rösser tragen... krass, das alles...
In der Türkei lassen sich große, hässliche Verkehrsachsen manchmal nicht vermeiden. Und so geht es zunächst zwei Tage lang an einer Autobahn entlang in Richtung Osten, bevor man wieder die Nebenstrecken in den Bergen nehmen kann. Je weiter draußen sich die beiden Abenteurer befinden, desto größer ist das Hallo, wenn sie eine der wenigen Siedlungen passieren. Kaum, dass sich die Reisenden dort miteinander unterhalten können: zu viel Raum nimmt das Zurückgrüßen und das Erklären des Wer, Woher und Wohin ein.
Irgendwo südlich von Ankara wird das Land platt und karg. Weitläufige, dürre Felder mit unzureichender Bewässerung wechseln sich mit Salzseen ab.
Inzwischen ist man in Kappadokien angekommen. Der Plan war zunächst, den Hasan Dağı zu besteigen. Der Hasan Dağı ist ein dormanter Vulkan am Rande Kappadokiens und mit 3.268 Metern nicht ganz klein. Natürlich ist es nicht ausreichend, einfach hinauf- und wieder hinabzusteigen. NATÜRLICH muss man oben übernachten.
Tag 1: Der Berg wird ab Mandira in Angriff genommen. Das erste Nachtlager befindet sich mitten im Geröll auf etwa 2300 Metern Höhe.
Tag 2: Aufstehen um 04:00 Uhr, Aufstieg zunächst zum zweiten Gipfel, Einrichten eines Biwaks durch Aufschichten einer 2 × 2 Meter großen Grundmauer 😀. Am Nachmittag folgt schließlich der Hauptgipfel.
Tag 3: Nach einer ausnehmend kalten Nacht erfolgt der Abstieg – erleichtert durch das Rutschen auf dem Hosenboden über die Schneefelder – und die Rückkehr nach Mandira.
Stand: Mitte / Ende Juni 2026.
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